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Organisatorisches & Kuratorisches
Mit der Ausstellung Kunstwerke-Werfen nahm das Situative Brachland Museum mit viel Tamtam unlängst den Betrieb auf. Kunstwerke wurden EINFACH SO auf ein im Besitz der Stadt Bochum befindliches Brachgelände geschmissen. 49 Künstler aus dem In- und Ausland hatten eigens für diesen Zweck Werke geschaffen. Das Situative Brachland Museum ist ein vagabundierendes Museum. Heute ist es hier - morgen dort ...
Ein Projekt von Steffen Schlichter und Matthias Schamp, gestartet 2011
Der 1997 von Matthias Schamp gegründete Mythos-Grill ist Pommesbude und alltagsarchäologische Spielstätte zugleich. Seit 2007 gibt es dazu auch eine Mythos-Grill-eigene Theoriereihe namens Reflektieren & Frittieren. Sie startete im Kunstmuseum Bochum. Anlässlich einer temporären Filiale im Rahmen der Ausstellung Transfer fanden fünf Veranstaltungen mit diversen Gästen statt. Refektieren & Frittieren widmet sich dem Verhältnis von Alltagskultur und High-Culture. Dazu gibt es Pommes.
Die
Beauty-Farm wurde 2007 im Heilbronner Kunstraum
Neue Kunst im Hagenbucher durchgeführt und diente der Steigerung des Befindens. Es gab Anwendungen von 37 Künstlern aus sieben Ländern: u.a. Videos, Aktionen, Interaktionen, die Umdeutung des Gegebenen sowie eine Kapitulation. Gefördert wurde das Projekt durch die Stiftung Kunstfonds Bonn.
Ein Projekt von Steffen Schlichter und Matthias Schamp
Für das Kunstmuseum Bochum kuratierte Schamp 2006 und es bewegt sich doch – extended, einen Kunst-im-öffentlichen-Raum-Teil der Ausstellung und es bewegt sich doch … / von Alexander Calder und Jean Tinguely bis zur zeitgenössischen 'mobilen Kunst'. Erstellt wurde ein Tableau, das die grundlegenden Varianten von Bewegung durch den urbanen Raum sichtbar machte und ihre Protagonisten vorstellte: Auto, Hund, Motorradfahrer, Fußgänger, Verkehrszeichen … Nach den Arbeiten wurde an der Vostell-Theke jedesmal kräftig Theorie getankt.
2005 kuratierte Schamp unter dem Titel Möchengladbacher Mömenta den ArtSaturday im Auftrag des MG Citymanagements. Künstlerisch gestaltete Momente blitzten im städtischen Getriebe auf. Mittels forcierter Aktionen wurde die Wahrnehmung durcheinander gewirbelt und neu zusammengesetzt. Als ruhender Pol bewährte sich zugleich der Hauptquartier-Unterstand auf dem Theatervorplatz. Hier konnten sich Passanten sogar trösten lassen.
Das Symposium Künstler als Organisatoren II (1998) setzte das von Andreas Bär und Steffen Schlichter im Jahr zuvor im Tübinger Sudhaus veranstaltete 1. Symposium fort. Dieses hatte unter dem Motto Zwischen Zentrum und Peripherie gestanden. Bei dem von An Seebach und Matthias Schamp im Künstlerhaus Dortmund veranstalteten 2. Teil hieß es nun: Inwieweit können organisatorische Prozesse als Gestaltungsaufgaben und insofern als Material im künstlerischen Sinne verstanden werden? Ein abschließendes 3. Symposium fand 1999 im Künstlerhaus Bremen statt.
1995 entwickelte Schamp Idee & Konzept zu Der Helix-Hochbau, Ereignisse zum erweiterten Kunstbegriff. 1995 und 1996 organisierte er zusammen mit Claudia Heinrich, Karl-Heinz Mauermann und Christian Paulsen die 14-teilige Reihe. Vom Keller bis zum Dachboden schraubten sich die Veranstaltungsorte durch das Kunsthaus Essen und bildeten so eine imaginäre Spiralform. Zugleich verstand sich das Projekt eine 'Instrumentelle Befragung des Gebäudes', dessen soziale und funktionelle Implikationen untersucht wurden.


1995 konzipierte und moderierte Schamp im Kunsthaus Essen das Symposium zum erweiterten Kunstbegriff In Vorbereitung auf den Helix-Hochbau (mit Elisabeth Jappe, Helmut Draxler, Peter Friese und Jürgen Raap). Damit wurde der Grund sondiert, auf dem dann der Heilix-Hochbau (siehe eins weiter oben) errichtet werden konnte. An der Organisation wirkten Claudia Heinrich, Karl-Heinz Mauermann und Christian Paulsen mit. Und eine nicht unwesentliche Rolle spielte auch eine Kartoffel namens Siglinde.
1993 - 2000: Mitarbeit in der Galeriegruppe des Kunsthaus Essen.
1991 - 1996: Herausgeber der NON(+)ULTRA, Zeitschrift für syntaktische Konfision
1990 – Konzept und Organisation von die unsichtbare schwelle / objets perdus in der Krefelder und der Bochumer Innenstadt